TOKE JAAWII, ÄTHIOPIEN

SCHULPROJEKT MORODA MOSSA SCHOOL


EINE WELTARBEIT MIT SOLIDARITÄT

Für das Schulprojekt "Moroda Mossa School" in Toke Jaawii sind Herbert Braunbeck, Sina Braunbeck und David Rezwanian Amiri Ansprechpartner. 

Äthiopien zählt (noch) zu einem der ärmsten Ländern der Welt. Bildung und Good Government ist ein Schlüssel aus der Armutsfalle. Große Teile der Erwachsenen sind Analphabeten, weil es nicht genügend Schulen gibt. Und bei denen, die es gibt, ist die Qualität und der Zustand oft miserabel. Die Menschen dort haben sich damit nicht abgefunden! 

Seit 2008 bin ich in Äthiopien an einem Schulprojekt engagiert, welches etwa 548 km westlich von Addis Abeba liegt. 

Mit Spenden, Veranstaltungen und Hoffesten versuche ich dieses Projekt zu finanzieren.

Wer Freude am Spenden hat und einen freundlichen Blick von unserem Herrgott/Göttin mag, bitte an:


Mainz Ev. Kirchengemeinde Zornheim    

Stichwort "Äthiopien Tokke Jaawii HerrBert"

IBAN: DE20 5519 0000 0603 9650 13


Für das Schulprojekt "Hundee Guddina" in Ambo ist in Zukunft der Arbeitskreis Äthiopien verantwortlich. Weitere Infos finden Sie auf der Homepage der Ev. Kirchengemeinde Zornheim.




SPENDE DER GEMEINDE ZORNHEIM, FEBRUAR 2021

Vielen Dank an die Gemeinde Zornheim, die mit 3.000 Euro sechs Schulen in Haro Sabu, Äthiopien unterstützen wird.  Die Spenden werden an die sechs Schulen verteilt und im Jahr 2021 für Wartungsarbeiten und Reinigung eingesetzt. 

Ziel dieser Förderung ist die Unterstützung der sechs Stadtschulen in der Stadt Haro Sabu, 548 km westlich von Addis Abeba in Äthiopien. Hierbei handelt es sich um sechs Schulen, davon vier Elementary Schools mit insgesamt ca. 15.000 Schüler/innen und um zwei High Schools mit ca. 6.500 Schüler/innen. Neben Schulleiter/in und Lehrkräften, benötigen die Schulen Fachkräfte für die Reparatur von Dächern, Gebäudewänden, Schulmöbeln, Wasser- und Stromleitungen und Reinigungskräfte für die Pflege des Schulgeländes.

Für eine Schule mit ca. 600 Schüler/innen werden mindestens ein Handwerker/in und mindestens zwei Reinigungskräfte benötigt. Es ist vorgesehen, dass die Schüler und Schülerinnen die Fachkräfte bei gewissen Aufgaben unterstützen. Es herrscht großer Raum- und Materialmangel, verfallene Klassenzimmer müssen wiederhergerichtet werden und stabil genug gebaut werden, um auch in der Regenzeit Stürmen standzuhalten. Bänke, Tische und Tafeln müssen regelmäßig von Facharbeitern repariert werden.

Ein Artikel aus der Allgemeinen Zeitung Mainz: 






BERICHT ZUR ÄTHIOPIENREISE IM JANUAR 2020

Im Mai 2020 wird in Äthiopien, dem dreieinhalb mal so großen Land (im Vergleich zu Deutschland) mit ca. 105 Millionen Einwohnern demokratisch gewählt. Abiy Ahmed, der zur Zeit regierende Ministerpräsident, wurde vor zwei Jahren vom Parlament eingesetzt. Unerwartet für das vorher totalitäre Regime setzte der Neue auf Demokratie und erhielt prompt mit seiner Friedenspolitik den Friedensnobelpreis 2019.

In Ambo, einer großen Universitätsstadt, in der auch unser Zornheimer Freund Mr. Moroda Mossa lebte, suchte der Volksstamm Oromo Abyi Ahmed mit dem Stamm der Amaren den Frieden. Im Westen Äthiopiens befinden sich Separatisten, die den Präsident mit seinen Bemühungen ablehnen und kriegerische Unruhen verursachen, die bis Ambo reichen. Ein tragisches, unschuldiges Opfer wurde in der Nähe seines Hauses unser Freund Mr. Moroda Mossa.  

Jetzt wird deutlich, wie wichtig er war, nicht nur für unsere Zornheimer Schulprojekte. Es gibt zwei in Ambo und eine 12 km von Haro Sabbu entfernte Schule in Toke Jaawii (548 km westlich von Addis Abeba).

Viele Privatschulen sind notwendig, da die Steuereinnahmen des Staates nur sehr gering sind. Das zweite Zornheimer Schulprojekt (Moroda Mossa School) in Toke Jaawii ist 2010 entstanden. Acht Klassen funktionieren zur Zeit gut. Eine Bücherei ist im Bau. Zu dem bereits vorhandenen Wohngebäude soll weiterer Lehrerwohnraum für fünf Lehrer/innen entstehen. Die abgelegene Schule mit einem Kirchengelände (gestiftet von der Ev. Kirchengemeinde Zornheim)  wird so mit Leben gefüllt und zu einem Zentrum, in dem sich umliegende Bewohner oft und gerne treffen, z.B. beim abendlichen Volleyballspiel (problematisch sind die defekten Bälle). Nach meinem (HerrBert) mühsamen Toke-Aufstieg und vielen Gesprächen mit Kirchen- und Schulverantwortlichen sowie der Lehrerschaft ist eine gute Zusammenarbeit weiterhin gewährleistet. Zehn Lehrer bezahlt der District Dale Sadi (Verwaltung in Haro Sabbu) . Zwei Englisch-Lehrer (je 90 €/ Monat) werden zur Zeit von unseren Spendengeldern bezahlt. Die Zusammenarbeit mit der Schulverwaltung von Dale Sadi funktioniert erfreulicherweise reibungslos. Verantwortlich hier sind aus Deutschland Vera von Mengden, Sina Braunbeck, David Rezwanian Amiri und Herbert Braunbeck.  

Künftige Ziele sind:

Die Installation einer Photovoltaik-Anlage, um den abendlichen Schulbesuch Erwachsener (20 Männer) zu ermöglichen. Durch die Anlage wäre es auch sinnvoll, mit einer Solarpumpe Wasser auf das Schulgelände zu transportieren.

Eine Schotterstraße nach Haro Sabbu (12 km) ist erforderlich.

Mehr und bessere Schulmöbel sind notwendig.

Der bestehende Familienplanungsunterricht muss professioneller werden.

Besonders arme Schüler sollten nicht nur durch Kleidung und Nahrung, sondern insbesondere durch Bildung deutlicher unterstützt        werden.

Wartungsarbeiten durch den Sicherheitsdienst (Sabanya) sind besonders wichtig.




BERICHT ZUR ÄTHIOPIENREISE IM NOVEMBER  2019 

Mein wichtigster Partner in Äthiopien war Moroda Mossa, er wurde am 31. Oktober 2019 bei Unruhen in Ambo erschossen. Äthiopien ist auf einem Friedensweg und dann passiert so etwas. 

Wir trauern!

Während meiner Reise im Dezember werde ich mehr erfahren.


BERICHT ZUR ÄTHIOPIENREISE IM APRIL 2019

Der Besuch in Äthiopien Dez/Jan 18/19 war für mich enttäuschend, da die Strasse zu dem Oromoland im Westen Äthiopiens gesperrt war. Eine Terrorgruppe (in Oromo ONEG, English OLF Oromia Liberal Front) bekämpfen die neue Regierung mit dem liberalen Leader Abiyyi Ahimad mit dem Millitaerchef Shimallis Abdisa  Video Amboo . Etwa die Hälfte der OLF- Kämpfer konnte Abiyyi überzeugen die Waffen niederzulegen. Die Uneinsichtigen verüben von dem Grenzgebiet zu dem Süd-Sudan Terroranschläge und fordern ein unabhäniges Oromoland. 

 

Der nächste Reiseversuch war erfolgreich. Am 11. April 2019 konnte ich von Ambo 125 km westlich von Addis, noch einmal 350 km weiter westlich gelangen. Häufige Militärkontrollen nach Haroo Sabbuu in einem komfortablen Bus, es war Gelassenheit angesagt . Von meinem Hotel für 1,60€/Tag . Der einfache Tageslohn für meist schwere Arbeiten beträgt 1,50€. Früh Morgens erwanderten die mit gereisten Moroda Mossa, (stolze über 80 Jahre) ein Bursche Yadessa Abdi und ich eine Strecke von 10 km, mit mehreren knackigen Aufstiegen. Auf dem Weg trafen wir viele Bekannte, die sich an ihrem Feld angesiedelt haben. So entstehen mit der Zeit kleine Dörfer. Meine müden Schritte standen fragende Augen gegenüber: "Father geht noch was"??? Die Ankunft an der Moroda Mossa School und dem in der Nachbarschaft gelegene Kirchengelände beglückte, malerisch auf einem Bergplateau. Ein wie geht es  weiter mit Schulausbau und seinen 282 Schülern (dabei 11 Erwachsene Farmer) Bilder Video. Von den 12 Lehrer/inner wohnen 6 von Ihnen mit Familie in zwei schuleigenen Gebäuden. In Deutschland wohnt eine Person auf 48 qm, in Äthiopien meist 10 Personen.  5 Lehrer/innen stammen aus dem näheren Umfeld.  Ein Englisch- und Amaric Lehrer werden von Spendengeldern meist von Zornheim entlohnt, je 60€/Monat. Auch die Gebäude und das Land für Schulerweiterungen und Verpachtungen sind aus Deutschland. Moroda Mossa, die Schulältesten und das Lehrerteam sind sehr aktiv. Der kapitalschwache District Dale Sadi bezahlt 10 Lehrer/innen und die Lehrbücher. In großen Teilen Afrikas werden  Schulen privat geleitet, da diesen Staaten aus verschiedensten Gründen das Geld fehlt. Wir, die Gründer der Moroda Mossa  School wollen, wenn der Staat es sich leisten kann, die Schule an diesen übertragen. Sina mit Freund David, Vera von Megden und ich wollen uns weiter einbringen . Eine Bücherei und Physikgebäude soll bald entstehen. Von Elektrizität  (vielleicht Solarstrom) und Wasser träumen alle auf Tokke Jaawii sowie von Laptops (für 8 Klassen) und Spielmöglichkeiten. 2018 wurden zwei Lehrerinnen in Familienplanung von einer Krankenschwester unweit an einer Krankenstation in dem Dorf Lelo ausgebildet. Die Ausbildung findet weiter statt und soll auf die Eltern der Studenten/innen ausgeweitet werden. Weiter planen wir einen Schotterweg zu der Schule von der Stadt Haroo Sabbuu . Die 12 km werden noch sehr anstrengend (Planung, Finanzierung und Ausführung) für alle Beteiligten. Wobei 4 einfache Kilometer aus Spendeneinnahmen (4000€) ausgeführt sind. Die Menschen und Esel sind happy.

 

Schönen Dank an alle Geber und Gott vergelt's. 
Braunbeck HerrBert Zornheim 21. April 2019


Der 16te Bremserlauf 2018, Laufen für Äthiopien erbrachte den Betrag von 700€

Im Dezember wird dieser im Westen
Haro Sabu (Alem Taferi-Toke Jaawii) für Schulen eingesetzt.




BERICHT ZUR ÄTHIOPIENREISE IM JANUAR 2018

Hi, gude Eine-Welt-Freunde,

im August 2017 war ich zu Besuch in Äthiopien. Anfangs dachte ich nichts Besonderes zu berichten zu haben und doch, im Nachhinein, kann ich einiges Interessantes wiedergeben:

Ich war in Ambo (125 km westl. von Addis), wo unser Äthiopienkreis der Ev. Kirche Zornheim eine Vorschule und eine Schule (Klasse 1-8) mit ca. 350 Schüler/innen begleitet. Zum Verständnis: In Afrika schaffen es die meisten Staaten immer noch nicht eine generelle Schulpflicht einzurichten, somit sind Privatschulen bis heute unentbehrlich.

Bei meiner Ankunft war die Schule wieder eine einzige Baustelle! Drei Tage reparierten wir die restaurierungsbedürftigen Schulmöbel. Nach einer kurzen Frustzeit mit Injera (äthiopisches Nationalgericht) und Bier beschloss ich, eine Hausmeisterstruktur mit Lehrer/innen und Angestellten zu schaffen. Einfache „Germantechnik“ ist einigen äthiopischen Angestellten der Schule bekannt. Die Idee funktionierte jedoch leider nicht. Es fehlte an finanziellen Zuwendungen sowie an notwendigem Arbeitsmaterial.  

Am 8. Januar 2018 kamen meine Einsatzkollegin „Adde“ (äth. Frau) Dr. Susan Durst, Kirchenvorsteherin unserer ev. Kirche in Zornheim, und ich nach Ambo. Ich hatte Spendengeld und eine lange To-Do-Liste im Gepäck. Dr. Durst war besonders in Fragen „Schulführung und Finanzen“ verantwortlich. Eine überwiegend eigene Schulverwaltung durch Schuldirektor, Lehrer/innen und Hausmeister wird angestrebt. Für „Obbo“ (äth. Herr) Moroda und „Obbo“ Legese, die vor Ort Schulverantwortlichen, ist dies eine neue Erfahrung.

Am 19. Januar 2018 reiste ich mit meinem jungen Freund, Obbo Jerenia, weiter nach Alem Taferie (22.000 Einwohner, 6 Schulen, 28.000 Schüler/innen), ca. 350 km westl. von Ambo. Mein Übersetzer, Obbo Jerenia, übermittelte den Schulverantwortlichen der Stadt liebe Grüße der Zornheimer Verwaltung, der Parteien sowie Vereinen und stellte eine freundschaftliche Partnerschaft in Aussicht. Die Spende über 505 Euro aus dem Zornheimer Neujahrsempfang 2018 (angeregt von Bürgermeister Herr Dr. Damen) übergaben wir der Schulverwaltung.

Dieses Geld soll für eine Zentrumsschule (1. bis 8. Klasse) mit ca. 800 Schüler/innen eingesetzt werden. Ein Hausmeister mit Schreiner- und Hausbauerfahrung sowie eine Reinigungskraft werden bereits beschäftigt. Der Vertrag gilt bis zum Ende des Schuljahres. Das Helfergehalt beträgt ca. 2 Euro/Tag). Aus weiteren Spendengeldern werden demnächst Reinigungsutensilien angeschafft. Für die Anschaffung geeigneter Werkzeuge habe ich Schreiner Aron 1.300 Euro überwiesen und erhalte für die Nutzung eine Leihgebühr von 3 Euro pro Monat

Das letzte wichtige Ziel der Reise war Toke Jaawii. Dieser Ort liegt auf einem Plateu, ca. 12 km von der Stadt Alem Taferi entfernt. Dort befindet sich die Privat-Staatliche Moroda Mossa School. Diese wurde im Jahre 2010 von Obbo Moroda und mir gegründet. Der Plan lautet einen befahrbaren Weg zur Schule zu finanzieren. Je nach Ausführung werden die Kosten etwa 30.000 bis 90.000 Euro betragen.

Bis jetzt gibt es dort eine Vorschule mit 30 Schüler/innen und die Klassen 1 - 7 mit 311 Schüler/innen. Die Räumlichkeiten für die 8. Klasse muss noch gebaut werden. Für den finanziellen Anfang habe ich dem Direktor, dem Bordleader und Lehrern/innen eine Spendensumme von 1.100 Euro übergeben.

Mit weiteren 300 Euro Spende soll eine Familienplanungsstelle an der Schule eingerichtet werden.

Zehn besonders bedürftigen Schülern/innen habe ich noch 50 Euro für schulische Grundaustattung überwiesen. Besonderheit in der Schule: Vier Väter besuchen zeitgleich mit ihren Kindern dieselbe Klasse.

Die gespendeten 37 „unzerstörbaren“ Bälle verteilte ich auf meiner Reise zur unglaublichen Freude der Beschenkten.

Gruß

HerrBert

 

BERICHT ZUR ÄTHIOPIENREISE IM AUGUST 2017

Mit den Straßenbauprojekten in Äthiopien, seit ca. 12 Jahren durchgeführt  von den Chinesen,  hat die Regierung  nach einigen Jahren richtigerweise verlangt, dass Äthiopier mitarbeiten müssen um Know-How  und Einkommen zu erlangen. Später haben sich kleine Straßenbau Subunternehmer  gegründet. Einer arbeitet jetzt für den District um das Städtchen Alem Taferi (Haro Sabu 450 km westlich von Addis) unter äthiopischer Leitung. Dieses Unternehmen hat jetzt einen Kostenvoranschlag für einen einfachen 8 km Schotterweg vorgelegt. Für die schwierige Strecke zu unserer Schule auf Toke Jaawii  sind ca. 35 000€ veranschlagt. Einfache 4 km sind bereits für 4000 € mit Profimaschinen entstanden.

Profitieren werden dann auch in Zukunft Tausende von Menschen, die in der Straßennachbarschaft leben. Diese können zu Fuß oder mit Tieren den Markt in Alem Taferi sehr viel einfacher erreichen.

Besonders beschämend war für mich, zwei Frauen, die mir die Hände küssten und die Strecke 2 mal die Woche bewältigen müssen, um zum Alem Taferi-Markt zu gelangen. 

Gruß

HerrBert


BERICHT ZUR ÄTHIOPIENREISE IM JANUAR 2017

Die während unserer Äthiopienreise liegengebliebenen Arbeiten sind erledigt.

Drei Unerschrockene (Tochter Sina, Freund David und ich Braunbeck HerrBert) begaben sich vom 18.12.16 bis 05.01.17 auf eine Äthiopienreise.

Die politischen Unruhen dort haben nachgelassen, ein Freund hat seine Reise trotzdem zurückgestellt. Da wir uns gegen die Enteignung von Farmern im Oromialand politisch nicht einmischten, sind wir - außer ständigen militärischen Kontrollen - gut davon gekommen. Das Regime ist auch nicht interessiert, sich mit westlichen Regierungen anzulegen und versucht den Konflikt unter der Decke zu halten.

 So reisten wir nach einer Übernachtung in der Amerikanischen Mission von Addis Abeba nach Ambo, 125km westlich. Nach einem anstrengendem sechstägigen Aufenthalt in dieser aus den Nähten platzenden 80 000 Einwohnerstadt bearbeiteten wir dort eine Vorschule und eine Schule von Klasse 1-8. 

 Ein weiteres Hauptziel von uns war die Stadt Alem Taferi noch mal 350 km westlich, in Grenznähe zum Süd-Sudan und von dort zu unserer Schule, zwölf anstrengende Kilometer weiter bergauf. Eine Schotterstraße dorthin soll entstehen. Vier einfache km sind befahrbar bearbeitet, für 4000 € aus Spendengeldern. Mit großmütigen von Zornheimern gespendeten 1500 Euro konnten wir dem Schul-, Straßen- und Kirchenvorstand Mut machen.

 Wir bauen jetzt mit dem Geld die Klasse 6. Mit Klasse 1 und 2 hatten wir vor 5 Jahren begonnen. Es ist eine Freude anzusehen wie Schulvorstand, die Anwohner, Lehrer und Schüler sich freuen und mitarbeiten (manche haben 1 Stunde Fußweg zur Schule). Der Lehrertageslohn ist 1-2 €. Wir haben Land gekauft, damit die Lehrer Nahrung anbauen können und nach einem Wohngebäude soll ein zweites für die Lehrerschaft entstehen. Die meisten Anwohnern brauchen drei Viertel des Tages um Grundbedürfnisse wie Wasser-, Essen besorgen , Kochen und Behausung zu organisieren. So bleibt für Fortentwicklung nicht viel Zeit. 

 Die restlichen 8 km Piste wären ein Quantensprung zum Markt nach Alem Taferi und Materialbeschaffung für die Schule. Man „muss es gesehen haben“ wie oft die Menschen sich schinden müssen, um existieren zu können. 

Schule und Kirche liegen nahe beieinander. 1. und 2. Klasse sind in Gebäuden neben der Kirche untergebracht. Neue Gebäude sollten bald gebaut werden.

Nach einem Treffen mit Regierungsverantwortlichen sind diese erfreut über unser Engagement. Sie sind bereit die Lehrer zu bezahlen (Englischlehrer hm, hm?) alles andere liegt in unseren Händen. Eine engere Zusammenarbeit mit guten staatlichen Managern streben wir an. Als wir den Berg zu unserer geadelten Vorzeigeschule begingen, sollte ein Straßenbau-Manager uns begleiten: Leider fehlte er dann unentschuldigt. Eine Infoabend findet am 07. April 2017 statt.

Wir bleiben dran oder „Mer kriens hii“ oder wir schaffen das.

Gruß

Sina, David und HerrBert


 



 

BERICHT ZUR ÄTHIOPIENREISE IM APRIL 2016

Hi, gude Äthiopienfreunde, 

hier ein kurz gefasster Bericht zu unserer Einewelt-Zusammenarbeit.

Eine Bildungsschaffung in Afrika fällt auf uns zurück, da weniger Armuts- oder politische Flüchtlinge sich auf eine gefährliche Reise nach Wohlstand und Sicherheit begeben werden.

Meine Reise vom 01.- 19. April führte mich nach Ambo (125 km westlich von Addis) und nach Alem Teferi (570 km westlich von Addis).

In Ambo betreut eine Gruppe (meist Zornheimer) eine Vorschule und eine Schule mit acht Klassen. Das Bildungsniveau ist für dortige Verhältnisse ein Gutes. Für 9 Tage forderte ich auch aus Zeitgründen German-Kulturstil an , welcher meist gut ankam.

Basic, geht es auf Toke Jaawii (12 km von der Kleinstadt Alem Teferi) zu. Diese Einfachheit hat mich erwogen, dort für Bildung und Lebenshilfe einzusteigen.

Kinder, Frauen und Männer schuften sich ab, um zu den Markttagen nach Alem  Teferi zu reisen und Material für unsere Schule auf dem Rückweg zu transportieren. Mein Gedanke ist, hier einen ca. 8 km langen Pistenweg zu präparieren mit einheimischen Baufirmen und Eigenhilfe. Ein Schulhaus-Lehmgebäude soll anschließend geschaffen werden. Fünf Schulklassen gibt es zur Zeit. Eine 6. Klasse muss jetzt folgen. Später kann Wasser und Elektrizität angelegt werden.

Ich arbeite mit Anwohnern, einem Schulboard, Straßenboard, Kirchenboard und dem Gouvernment zusammen. Diese setzen sich auch noch, trotz aller Probleme, ehrenamtlich ein und ich bin zuversichtlich, dass dies so bleibt.

Im Zuge des Straßenbauprogramms im ganzen Lande konnten wir zwei Baumaschinen in Alem Taferi nutzen. Nach einem Treffen mit den Stadtverantwortlichen konnten wir 3 km einfache Piste für 4000€ verwirklichen. Fünf schwierige Kilometer werden zur Zeit geplant. Da von staatlicher Seite keine finanzielle  Unterstützung zu erwarten ist, versuche ich über die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)  Geld locker zu machen.  

Wer von Euch Tipps, Lösungen, Ideen hat, her damit. In meinen Weinbergen zuhause angekommen war das Grün über meine Weinstöcke gewachsen, dem konnte ich Abhilfe schaffen und bitte somit verspätete und unvollständige Nachrichten zu entschuldigen.

Gruß

HerrBert


NEUIGKEITEN AUS ÄTHIOPIEN

 Hi, gude besonders Äthiopien/menschen- Freunde,

 Für mich ist vieles in den Berichten lange bekannt.

 Hoffentlich wird nicht irgendwann von meinem Wein, der Alkohol entzogen um Wasser zu gewinnen!?

 Wenn Äthiopier bald nach Zornheim "klimaflüchten", werde ich diese in meiner Kulturscheune unterbringen.

 Hoffeste werden dann im Freien sein, warm genug wird es dann auch nachts sein.  

 Stürmisches!? Helau

 Es kimmt wies Kimmt.

 Werd schunn net so schlimm soi.

Mer werns hii krii.

 

Ich werds eh hi krii, weil reich is der, der net viel brauch!!! 

 

 Helau

HerrBert Siebdezwodesechzeenuhrvetzisch.
      
http://www.welt.de/politik/ausland/article151630768/Das-alles-beherrschende-Wort-ist-in-Aethiopien-tabu.html

http://www.klimaretter.info/umwelt/hintergrund/20510-afrika-nachttemperaturen-ueber-40-grad

    

ENTWICKLUNGSKONZEPT ÄTHIOPIEN

Erst die Architektur, dann die Siedlung, so könnte man die Strategie der internationalen Expertengruppe um Dirk Donath beschreiben, die sich seit einigen Jahren mit den Urbanisierungsprozessen in Afrika und insbesondere in Äthiopien beschäftigt. Nach dem Bronze-Preis bei den Holcim Awards 2014 konnten sie im letzten Sommer zusammen mit Studenten erste Gebäudeprototypen realisieren. Jetzt hat das Team einen konzeptuellen Entwicklungsplan für Etablierung von verdichteten Siedlungen im ländlichen Raum vorgestellt. Am Projekt beteiligt waren die Büros Flintstone mit Tsedeke Yihunie Woldu (Addis Abeba), Plus 4930 (Berlin, Düsseldorf), Lukas Veltruský (Berlin, Duttweiler) sowie die Bauhaus Universität Weimar und das Architekturinstitut EiABC der Addis Abeba University.

Hinter dem Entwurf steckt eine einfache Idee: Als nachhaltiges Mittel gegen die Landflucht hilft nur, dort für ein Auskommen zu sorgen, wo die Menschen beheimatet sind – eben in den ruralen Gegenden Äthiopiens. Da jedoch die Agrarwirtschaft auch in Afrika immer weniger Arbeitskraft benötigt, könne dies nur mittels einer Industrialisierung des ländlichen Raums gelingen. Die Initiatoren, neben Donath auch Florian Geddert und Lukas Veltruský, denken dabei jedoch nicht an schmutzig primitive Hinterhoffabriken, sondern an zeitgenössische Produktionsformen zwischen innovativer Technologie und junger Kreativität, ganz so, wie sie auch in den Metropolen anzutreffen sind. „Tukuls to Datchas“ nennen sie ihr integriertes Konzept, das vom Wassermanagement über die Architektur bis hin zur Business-Planung reicht – Tukuls, das sind traditionelle äthiopische Rundhütten, die es an die Gegenwart anzupassen gilt.
Im Zentrum ihrer Überlegungen steht eine aufgelockerte Stadtform, in der sich die Nutzungen stark mischen und überlagern. Die alltäglichen Wege sollen dadurch kurz bleiben, während überschaubare Nachbarschaften zugleich den produktiven Austausch zwischen den Bewohnern fördern. 

Die runde Form sichert dabei die Kompaktheit der neuen Siedlungen– anstatt einfach weiterzuwachsen, soll lieber die nächste dieser sogenannten „Maker Towns“ entstehen. Eine vergebliche Hoffnung? Nicht unbedingt, wie die Macher mit Verweis auf ihr mitteleuropäisches Heimatland anmerken. Gerade der süddeutsche Raum könne nämlich als Vorbild gelten – mit den zahllosen mittelständischen Unternehmen, die dort in jeder Kleinstadt anzutreffen sind. (sb)

    

Was gibt es Neues in Toke Jaawii?

(Es gibt verschiedene Schreibweisen von Toke… , ich habe mich  jetzt mit mir  geeinigt)


BERICHT ZUR ÄTHIOPIENREISE IM AUGUST 2015 

Im Vergleich zu Toke haben wir mit unseren Schulen  in Ambo eher ein „Luxus-Problem“ (Guck:  Ev. Kirche Zornheim Äthiopien). Wir, Moroda Mossa (immer noch Macher in Ambo und Toke), Yadessa Abdi (hoffnungsvolles 22Jähriges Nachwuchstalent) und Ich (Mr. Errrbert, der noch immer Ungeduldige).

Wir schafften es immer noch nicht in einem Tag mit  einem „Bus“ 200 km nach Eira zu gelangen.  

In Eira, eine Kleinstadt mit einer großen Klink,  fanden wir den Fehler, der eine von zwei großen Waschmaschinen  lahm legte. Werner Linz, ein Freund, der diese vor langer Zeit installiert hatte, war im Oktober dort und baute die defekte Maschine total um (bravo). Die Arbeiter vor Ort werden ihm nicht sonderlich dankbar sein, da sie keine Schicht mehr arbeiten müssen und dadurch weniger Lohn erhalten (über die Aktion „Waschmaschine“ könnte ein guter Literat einen Bestseller verfassen). 

Einen Tag später Ankunft in der Stadt Alem Teferie (Haro Sabu),  beschwerliche 12 km von der Schule in Toke Jaawii entfernt. 

Aus Zeitmangel und wegen der Regenzeit konnten wir die Schule nicht besuchen. Fünf Bälle, die als unzerstörbar gelten, hatte ich im Gepäck. Bei wachsenden Schülerzahlen braucht es mehr.

Ein Palaver fand zwei Tage lang in Alem Teferi statt, mit Mr. Moroda (Graue Eminenz), Mr. Melasse (Apothekenbesitzer und Schulfinanzchef), Mr. Jabesa (Pastor und Mitmanager),

Mr. Taffase (Mithelfer), Yadessa und mir. Drei Mitvorstandsmitglieder (Toke Board)  vor Ort, werden in Augenhöhe auf dem Laufenden gehalten.    

Beschlossen wurde, dass der Vorstand (Board) bei dem Regional- Government  vorspricht und das Konto mit 3000 € vorweist, um die Ernsthaftigkeit der Schulerweiterung aufzuzeigen und einen befahrbaren Weg nach Toke baut, unter Mithilfe der Eingeborenen.    

Anfang Dezember erhielt ich einige erfreuliche Nachrichten:  

Es werden drei alternative Wege zu der Schule verhandelt.  

Der Kindergarten (Vorschule),  bei der einbezogenen nahe gelegen Kirche auf Toke Jaawii, wurde erweitert. Einiges an bescheidenem  Schulmöbel wurde aus Alem Teferi  herangetragen (alles noch Hand-und Beinarbeit)

 Weiter soll die nächsten Jahre eine erträgliche Wasser und dann eine Stromversorgung erfolgen.   

Ich plane die nächste Reise nach Äthiopien ca. am 15.03.2016.    

Zur Zeit gibt es hausgemachte Unruhen um Addis mit vielen Toten. Die undemokratische Regierung strebt ein chinesenähnliches Wirtschaftswachstum an. Wenn ein weiteres Flüchtlingsdrama verhindert werden soll, dann sind Taten notwendig:  Hungerbeseitigung, Gesundheit, Schulbildung, weitere Ausbildung, Existenzschaffung, Lebensfreude und  Gottvertrauen. 

Wer am Spenden Freude hat und einen freundlichen Blick von unserem Herrgott/Göttin mag, bitte an:


Kontohinweis Voba Mainz Ev. Kirchengemeinde Zornheim     
Stichwort "Äthiopien Tokke Jaawii HerrBert"
IBAN: DE20 5519 0000 0603 9650 13

Eine Spenden-Quittung kann ausgestellt werden.

 

 Gruß HerrBert 

                          

BERICHT ZUR ÄTHIOPIENREISE IM JANUAR 2015

Nachdem Sina und Herbert eine ereignisreiche Zeit in Ambo und Alem Taferi/Toke Jaawee hatten, gibt es positive, stetige Entwicklungen.

Siehe: Bericht zur Reise im Januar 2015

2012 habe ich es mir zur Aufgabe gemacht ein neues Projekt mit auf die Beine zu stellen: 

Das "Projekt Toke Jaawii"
und
"Hundee Guddina Moroda Mossa",
ein Schulprojekt.
 

Mit Spenden, Veranstaltungen und Hoffesten versuche ich dieses Projekt zu finanzieren.

(Hundee Guddina = Wurzel der Entwicklung, Moroda Mossa ist einer meiner Partner vor Ort und in Toke Jaawii geboren). 

Äthiopien zählt (noch) zu einem der ärmsten Ländern der Welt.  Bildung und Good Government ist ein Schlüssel aus der Armutsfalle.  

Große Teile der Erwachsenen sind Analphabeten, weil es nicht genügend Schulen gibt. Und bei denen, die es gibt, ist die Qualität und der Zustand oft miserabel.

Die Menschen dort haben sich damit nicht abgefunden! 

Seit 2008 bin in Äthiopien an einem Schulprojekt im Ambo engagiert. Siehe  http://www.ekg-zornheim.de/ 

 Das neue Projekt liegt etwa 350km westlich von Addis Abbeba. Bis vor kurzem war dies noch eine recht anstrengende, ereignisreiche dreitägige Reise.   




 Das Organisationsteam besteht aus Moroda Mossa (geboren in Toke Jaawii), den Ältesten aus Toke Jaawii, Malesse (lebt in der Stadt Alem Teferi) und mir. Malesse ist Apothekenbesitzer und Heilpraktiker und kümmert sich um die Finanzen.


Karte Ähtiopien

    

Karte: Toke Jaawee liegt in der Nähe von Dembi Dolo (am linken Bildrand) 

 


Das Chaos hat einen Namen.. Addis.. 




 

Unser Plan ist es eine Schule mit vier Schulgebäuden,  Toiletten und einem Lehrergebäude zu errichten. Außerdem soll eine Straße gebaut werden, um eine schnelle Verbindung zu nächstgelegenen Stadt Alem Teferi (12km) zu schaffen. Auch die Strom- und Wasserversorgung soll organisiert werden, um den Lebensstandard zu verbessern und Infektionen durch verunreinigtes Wasser zu verhindern. 

 

(Flöhe gibt's fast überall kostenlos.)  

 

 

In Deutschland wäre das so nicht möglich, da der Staat alles regelt (überregelt?).  

Persönliche Eindrücke 

 Afrika wurde jahrhundertelang ausgebeutet und wird es immer noch. Ich versuche ein wenig zurück zu geben und  nicht nur zu nehmen. 

Der Staat Äthiopien ist im Wandel. Nach vielen Gesprächen vor Ort kann ich sagen, dass die Regierenden einen guten Eindruck auf die Menschen machen.  

 

Weiße sind dort übrigens eine Seltenheit. (Es gibt eben kaum etwas zu "holen"). 

Steuereinnahmen gibt es kaum, da es nur wenig Handwerk und Industrie gibt. Und die wenigen Reichen drücken sich oft vor Zahlungen und "optimieren" ihre Steuern. (Kommt mir irgendwie bekannt vor.)

Die Menschen sind mit ihren Kinderwünschen bescheidener geworden.  

Government, Kirche, wir und vielleicht "Menschen für Menschen" (Karlheinz Böhm - "Mann von der Sissi") wollen etwas auf die Beine stellen.  



 AUSBLICK

Ach, die Schule braucht noch: Wasser, Strom, Lehrer, Bücher, Hefte, Schulmöbel, und . . .     

Wir haben die Zustimmung der Regierung.  

Wir könnten weiter organisieren eine Schule 8.-12. Klasse, eine Handwerkerschule.    

(Arbeit ist der Feind der Trägheit und Langeweile). Nach der "Regelschule" kommt oft die Arbeitslosigkeit. Diesen Skandal kennen wir auch in weiten Teilen Europas.

UN WEIDER? 

Mein Ziel ist es Gott zu gefallen (und nicht den Menschen). 

Vater geht mit Kindern in die Schule

 

Bild oben: Hier geht in unsere Schule, ein Papa mit seinem großen Sohn. Beide besuchen die gleiche 4. Klasse. Der noch nicht so Große geht in unserem Kindergarten.  

Gruß

HerrBert

 

Zur goldenen Hochzeit herzlichen Dank für die großzügige Spende an Chrissi und Hainz Hemming, weiter so ihr Beide! Ebenfalls Danke Herr   Bundies, Norbert und Jomb, Dennis, Hilde und Vera sowie die Kemlers.